Schock ist von Bedeutung

Schock auf der Intensivstation

Bei einem Schock fließt infolge von Problemen mit dem Kreislaufsystem nicht ausreichend Blut zum Gewebe des Körpers.

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Schock tritt häufig auf. Ein Drittel der Intensivpatienten leiden an einer Art von Schock.3,4

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Bei Intensivpatienten mit Schock besteht ein fast 40%iges Mortalitätsrisiko.3

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Klinische Manifestation von Schock

Dieser tödliche Zustand zeigt sich durch Hypotonie, Hypoperfusion und Organschädigungen.4

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Frühzeitige Erkennung ist wichtig

Es können verschiedene Indizes zur Ermittlung von Risiko-Patienten verwendet werden.5,6,7

Der modifizierte Schock-Index (MSI) ist erwiesenermaßen ein Indikator für die Krankenhaus-Mortalität bei schwerkranken oder verletzten Patienten. Es gibt andere Indexe, die außerdem zur Ermittlung von Risiko-Patienten verwendet werden können. Bekannte Indizes:

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  • HF – Herzfrequenz
  • SBP – Systolischer Blutdruck
  • MAP – Mittlerer arterieller Blutdruck
  • AF – Atemfrequenz
Die Schockart ist von Bedeutung

Ein Hauptgrund für die Verwendung von erweiterten hämodynamischen Parametern bei Schock-Patienten besteht in der Ermittlung der Schockart, um die am besten geeignete Therapie zu bestimmen.

Eine schnelle Ermittlung ist wichtig, damit eine aggressive Behandlung begonnen werden kann. Eine geeignete Behandlung basiert auf dem Verständnis der zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen.4

Es gibt vier primäre Schockarten:2,4

Schockarten sind von Bedeutung 1Schockarten sind von Bedeutung 1
Schockarten sind von Bedeutung 2 Schockarten sind von Bedeutung 2
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Schockarten sind von Bedeutung 4 Schockarten sind von Bedeutung 4

Studien zeigen, dass Patienten mit vermuteten ähnlichen Erkrankungen (wie Herzinsuffizienz, Sepsis und Schlaganfall) mit sehr unterschiedlichen hämodynamischen Profilen vorstellig werden.8

Trends bei erweiterten Parametern liefern Informationen zur zugrunde liegenden Schockart und ermöglichen es Ärzten, die spezifische Schockart wirksamer zu behandeln.

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  • MAP – Mittlerer arterieller Blutdruck
  • HZV/SV – Herzzeitvolumen/Schlagvolumen
  • DO2 – Globales Sauerstoffangebot
  • ZVD – Zentralvenöser Druck
  • MPAP – Mittlerer Pulmonalarteriendruck
  • PCWP – Pulmonalkapillärer Wedge-Druck
  • SVR – Systemischer Gefäßwiderstand
  • HPI – Hypotension Prediction Index
  • dP/dt – Systolischer Abfall
  • Eadyn – Dynamische arterielle Elastanz
Handhabung von hämodynamischen Parametern bei Schock

Zeitnahe Intervention ist der Schlüssel

Frühzeitige, angemessene hämodynamische Unterstützung der Schock-Patienten ist wichtig, um eine Verschlechterung der Organdysfunktion und des Organversagens zu verhindern.4

Eine Korrektur der arteriellen Hypotonie ist unbedingt erforderlich, um den Blutdruck zu Normalwerten zurückzuführen und einen angemessenen Zellstoffwechsel bereitzustellen, der das Hauptziel der Wiederbelebung ist.

Nach der Korrektur der Hypoxämie und schweren Anämie ist das Herzzeitvolumen (HZV) der Haupt-Bestimmungsfaktor für die Sauerstoffzufuhr, und es ist außerdem wichtig, ein HZV zu erreichen, das mit der Gewebeperfusion kompatibel ist.

Messungen der gemischtvenösen Sauerstoffsättigung (ScvO2, SvO2) können für die Beurteilung der Angemessenheit der Balance zwischen Sauerstoffbedarf und -versorgung hilfreich sein.4

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Kontinuierliche Messungen und erweiterte hämodynamische Parameter können zur Überwachung schwerkranker Patienten verwendet werden und im Vergleich zu herkömmlichen Parametern wie ZVD, HF und Volumenverlustschätzungen allein zusätzliche Einblicke bieten.1 Schock-Situationen können schnell eskalieren und eine erweiterte hämodynamische Überwachung bietet Einblicke, mithilfe derer Sie informierte, proaktive klinische Entscheidungen treffen können.

Hämodynamische Messungen, wie die vom ClearSight System, FloTrac Sensor, Acumen IQ Sensor, Edwards zentralvenösen Oxymetriekatheter oder Swan-Ganz Katheter, die mit einer multifunktionalen Überwachungsplattform arbeiten, können Ihnen Einblicke in die Herz-Kreislauf-Funktion eines Patienten gewähren und Sie bei der Entscheidungsfindung leiten.

Schock und Hypotonie

Bei einem Schock-Patienten ist es wichtig, den Blutdruck auf Hypotonie hin zu überwachen. Die Acumen Hypotension Prediction Index (HPI) Software ist eine einzigartige Technologie, die die Wahrscheinlichkeit ermittelt, mit der ein Patient zu einem hypotensiven Ereignis neigt, bevor dieses Ereignis eintritt. Sie liefert Ihnen Einblicke, um die Ursache zu verstehen und eine potenzielle Vorgehensweise für Ihren Patienten zu ermitteln. Erfahren Sie mehr unter: Edwards.com/HPI.

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Volumenmanagement

Es kommt darauf an, wie Sie das Volumen im Schockzustand kontrollieren.

Eine Flüssigkeitstherapie zur Erhöhung des Herzzeitvolumens ist ein wichtiger Schritt bei der Behandlung jeder Schockart und sie sollte sorgfältig überwacht werden.4

Individuelle Anpassung des Volumenmanagements

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Vorlast: Spannung der Herzmuskelfasern am Ende der Diastole im Zusammenhang mit dem Volumen in der Herzkammer

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Schlagvolumen (SV): Blutvolumen, das bei jedem Herzschlag aus der linken Herzkammer gepumpt wird


Die Schlagvolumenmessung mit Systemen von Edwards, wie dem ClearSight System, FloTrac System oder Acumen IQ System, ermöglicht einen individualisierten Ansatz für die Flüssigkeitsverabreichung, bis das SV ein Plateau auf der Frank-Starling-Kurve erreicht, um Hypovolämie und übermäßige Flüssigkeitsverabreichung zu verhindern.

Erweiterte hämodynamische Parameter wie das SV und die Schlagvolumenvariation (SVV) spielen eine entscheidende Rolle für die Flüssigkeitszufuhr und die Aufrechterhaltung eines optimalen Volumenbereichs für die Patienten. Sie sind bei der Bestimmung der Flüssigkeitsreagibilität aussagekräftiger als konventionelle Parameter (wie Blutdruck und zentralvenöser Druck) und können Ärzte dabei unterstützen, eine übermäßige oder unzureichende Flüssigkeitszufuhr zu vermeiden.

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Optimierung des Schlagvolumens
Beim Perfusions-Management kann das Schlagvolumen mithilfe der patienteneigenen Frank-Starling-Kurve optimiert werden – eine Darstellung von SV vs. Vorlast.

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Mit dem FloTrac, Acumen IQ Sensor oder ClearSight System kann die Position des Patienten auf seiner Frank-Starling-Kurve durch Messung von ΔSV als Folge einer Veränderung der Vorlast durch eine Flüssigkeitsbolusgabe oder dem passiven Anheben der Beine bestimmt werden.

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Optimierung der Schlagvolumenvariation

Bei kontrolliert beatmeten Patienten hat sich die SVV als hochempfindlicher und hochspezifischer Indikator für Vorlast-Ansprechempfindlichkeit bewährt, der als präzise Markierung für den Patientenzustand auf der Frank-Starling-Kurve dient.

Zusätzliche Produktinformationen

Edwards bietet eine Reihe von Lösungen zur klinischen Entscheidungsfindung, die erweiterte hämodynamische Parameter zur Verfügung stellen, die bei der Behandlung von schwerkranken Patienten verwendet werden.

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Referenzen:
  1. Seuss & Pinsky. Hemodynamic Monitoring for the Evaluation and Treatment of Shock: What Is the Current State of the Art? Semin Respir Crit Care Med 2015. 890-898.
  2. Cecconi, et al. Consensus on circulatory shock and hemodynamic monitoring. Task force of the European Society of Intensive Care Medicine. Int Care Med 2014. 1795 - 1815.
  3. Sakr Y, Reinhart K, Vincent JL, et al. Does dopamine administration in shock influence outcome? Results of the Sepsis Occurrence in Acutely Ill Patients (SOAP) Study. Crit Care Med 2006. 589 – 597.
  4. Vincent & De Backer. Circulatory Shock. New England Journal of Medicine. 2013. 1726-1734.
  5. Singh, et al. Correlation of shock index and modified shock index with the outcome of adult trauma patients: a prospective study of 9860 patients. N Am J Med Sci 2014.
  6. Sminschney, et al. Elevated modified shock index within 24 hours of ICU admission is an early indicator of mortality in the critically ill. J Int Care Med 2016; 582-588.
  7. Jiang, et al. Respiratory adjusted shock index for identifying occult shock and level of Care in Sepsis Patients. Amer J Emerg Med 2018.
  8. Nowak, RM ea al. Noninvasive hemodynamic monitoring in emergency patients with suspected heart failure, sepsis and stroke: the premium registry. West J Emerg Med 2014, 786-794.

Nur für Angehörige medizinischer Fachkreise

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