ClearSight ClearSight

ClearSight-System

Keine Barrieren. Größere Klarheit.

ClearSight-System

Keine Barrieren. Größere Klarheit.

Das ClearSight-System erweitert die Vorteile der kontinuierlichen hämodynamischen Überwachung auf eine größere Patientenpopulation, z. B. Patienten von chirurgischen Eingriffen mit moderatem bis hohem Risiko. 1,2,3  Dank der Nutzung der bewährten Nexfin-Technologie 4,23  ist das ClearSight-System  in der Lage, Ärzten Klarheit zu verschaffen, ohne die Barrieren der Komplexität und Invasivität. 5
CLEARSIGHT-SYSTEM

Nichtinvasive Einfachheit. Klarheit der neuesten Generation.

Das nichtinvasive ClearSight-System bietet wertvolle hämodynamische Informationen zu einer größeren Patientenpopulation, damit bei chirurgischen Eingriffen mit moderatem bis hohem Risiko fundiertere Entscheidungen zur Volumenzufuhr getroffen werden können.1,2,3

Klarheit in jedem Moment liefern.

Das ClearSight-System kann schnell an den Patienten angeschlossen werden. Hierzu müssen Sie nur eine aufblasbare Manschette an den Finger anlegen.6 Dank der einfachen Anwendung des ClearSight-Systems erhalten Sie nichtinvasiv Zugriff auf automatische, aktuelle hämodynamische Daten für eine größere Patientenpopulation, u. a. ältere oder adipöse Patienten, bei denen ein arterieller Katheter üblicherweise kontraindiziert ist.  Auf diese Weise sind Sie in der Lage, fundiertere Entscheidungen hinsichtlich der Volumenzufuhr zu treffen.5

Eine einfache nichtinvasive Methode zur Überwachung wichtiger hämodynamischer Parameter.

Vom ClearSight-System bereitgestellte dynamische und flussbasierte Parameter wie SV und SVV können in PGDT-Protokollen (Perioperative Goal-Directed Therapy, Perioperative zielgerichtete Therapie) verwendet werden. Diese sind für die optimale Volumenzufuhr für Risikopatienten von größter Bedeutung.7

ClearSight-Fingermanschette
ClearSight-Fingermanschette

Dank der Nutzung der bewährten Nexfin-Technologie4,23 ist das ClearSight-System in der Lage, Ärzten Klarheit zu verschaffen, ohne die Barrieren der Komplexität und Invasivität. 5 Diese Technologie wurde auch standardmäßig für die Überwachung im Weltraum verwendet. 8

Die Nexfin-Technologie wurde im Laufe der Jahre umfassend validiert. 1,9 Die Blutdruckmessung hat sowohl im Vergleich zur intermittierenden nichtinvasiven Methode als auch zur kontinuierlichen invasiven Methode gute Leistung erbracht. 4,10 Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Nexfin-Technologie den Blutdruck entsprechend den AAMI-Kriterien misst. 3 Darüber hinaus belegen klinische Daten, dass die Blutdruckmessung der Nexfin-Technologie im Vergleich zur invasiven Messung bei Patienten eines orthopädischen Eingriffs genauer ist als eine herkömmliche Messung mit Oberarmmanschette. 10

Auch das mit der Nexfin-Technologie gemessene Herzzeitvolumen wurde mit mehreren Referenzmethoden verglichen, z. B. pulmonale Thermodilution, transpulmonale Thermodilution, transösophageale/transthorakale Echokardiographie (Doppler) und Inertgas-Rückatmung. Der Fehlerprozentsatz lag zwischen 23% und 39%, was vergleichbar mit invasiveren Methoden ist. 4,10,12,13 Es wurden auch größere Fehler berichtet, diese traten jedoch bei schwer kranken Patienten auf, bei denen eine Störung der Fingerdurchblutung möglicherweise die Leistungsfähigkeit der Nexfin-Technologie beeinträchtigt hat. 13

Außer der Fähigkeit zur Messung der absoluten Herzzeitvolumenwerte haben Studien gezeigt, dass die Nexfin-Technologie auch dazu in der Lage ist, Veränderungen des Herzzeitvolumens zuverlässig nachzuverfolgen. Folglich sind die Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass die Nexfin-Technologie eine geeignete Überwachungsmethode für die perioperative kontinuierliche Messung des Herzzeitvolumens ist. 1,4,11

Studien zur Validierung des Blutdrucks

Im Vergleich zur nichtinvasiven Messung mit Oberarmmanschette Patienten Abweichung ± SD
Nowak et al. – Am J Emergency Med 2011 20 40 ED-Patienten SYS -0,9±23,3/DIA -2,5±8,1
Akkermans  et al. – Hypertension in Pregnancy 2009 21 33 schwangere Patientinnen SYS  2,3±6,8/DIA -2,5±8,1
Eeftinck Schattenkerk et al. – Am J Hypertension 2009 22 104 Probanden SYS  4,3±9,3/DIA -2,5±8,1
Im Vergleich zum invasiven Radialzugang
Martina et al. – Anesthesiology 2012 23 50 Herz-OP-Patienten MAP  2,2±6,4
Fischer et al. – Brit J Anesthesia 2012 24 44 Herz-OP-Patienten MAP  4,6±6,5
Martina et al. – ASAIO J 2010 25 18 Patienten während CPB MAP -1,3±6,5
Kalmar et al. – ASA 2012 26 110 OP-Patienten MAP  3,0±9,0

Studien zur Validierung des Herzzeitvolumens

Im Vergleich zur pulmonalen Thermodilution Patienten Fehlerprozentsatz
Bubenek-Turconi –  Anesth & Analg 2013 27 25 Patienten nach CABG 39%
Bogert et al – Anaesthesia 2010 28 25 Patienten nach CABG 30%
Stover et al – BMC Anesthesiology 2009 29 10 schwerkranke IS-Patienten 29%
Im Vergleich zur transpulmonalen Thermodilution    
Broch et al – Anaesthesia 2012 30 40 Herz-OP-Patienten 23%/26%
Monnet et al – Critical Care 2012 31 45 schwerkranke IS-Patienten 57%
Im Vergleich zu transthorakaler Echokardiographie (Doppler)    
Van der Spoel et al. – J Clin Anesth 2012 32 40 Patienten ASA 1 und 2 39%
Van Geldorp et al. – Europace 2011 33 23 CRT-Patienten 15%
Im Vergleich zu transösophagealer Echokardiographie (Doppler)    
Chen et al. J Clin Anesth 2012 34 23 Patienten ASA 1-3 37%

Die nichtinvasive Nexfin-Technologie wurde im Laufe der letzten 35 Jahre entwickelt und wurde anhand anderer Standard-Referenzmethoden validiert. Zu Beginn der 1970er Jahre wurde der arterielle Druck am Finger mit einer Fingermanschette gemessen.1,9 

Diese Technologie basierte auf zwei Methoden:

  • Der Volume-Clamp-Methode zur kontinuierlichen Messung des Blutdrucks9
  • Der Physiocal-Methode zur initialen und regelmäßigen Kalibrierung14 

Bei der Volume-Clamp-Methode wird die Arterie im Wesentlichen mithilfe von dynamischem gleichmäßigem Druck auf beide Seiten der Arterienwand auf ein konstantes Volumen fixiert. Das Volumen wird mithilfe eines in der Manschette integrierten Photoplethysmographen gemessen14.

Der Gegendruck wird durch eine aufblasbaren Blase im Inneren der Manschette erzeugt, der 1000 Mal pro Sekunde angepasst wird, um das Arterienvolumen konstant zu halten.  Physiocal ist die Echtzeitmethode zur Ermittlung des tatsächlichen „ungeladenen“ arteriellen Volumens, d. h. des Volumens ohne Druckgradienten entlang der Arterienwand. Physiocal analysiert die Kurvatur und Steilheit des Plethysmogramms während kurzer Episoden konstanten Drucks. Anschließend wird das System automatisch und regelmäßig neu kalibriert, damit eine präzise Nachverfolgung physiologischer Veränderungen, z. B. des vasomotorischen Tonus, möglich ist.14

BeschreibungModell-Nr.
ClearSight-Fingermanschette, Größe S (klein), im 5er-Pack CSCS
ClearSight-Fingermanschette, Größe M (mittel), im 5er-Pack CSCM
ClearSight-Fingermanschette, Größe L (groß), im 5er-Pack CSCL
EV1000 Klinische Plattform NI EV1000NI

Konnektivität ist per IFM-Ausgang über eine serielle Verbindung mÖglich, HL7 ist über eine Ethernet-Verbindung oder HL7-Integrationsmodul möglich.

KLINISCHE ANWENDUNG

Für Patienten chirurgischer Eingriffe mit moderatem bis hohem Risiko, die nicht standardmäßig einen arteriellen Zugang erhalten, bietet das ClearSight-System der neuesten Generation eine einfache Möglichkeit zur Überwachung wichtiger hämodynamischer Parameter wie: 2,3,5

  • Schlagvolumen (SV)
  • Schlagvolumenvariation (SVV)
  • Herzzeitvolumen (CO)
  • Systemischer Gefäßwiderstand (SVR)
  • Kontinuierlicher Blutdruck (cBP)
  • Wertvolle hämodynamische Informationen bei chirurgischen Eingriffen mit moderatem bis hohem Risiko

Mit der Integration der ClearSight-Fingermanschette der neuesten Generation in die klinische EV1000 Plattform kann jetzt eine einzige Plattform sowohl mit nichtinvasiven als auch mit minimalinvasiven Optionen für die hämodynamische Überwachung, beispielsweise dem FloTrac-Sensor, verwendet werden. Das ClearSight-System sendet auch den analogen Druck zur Darstellung des nichtinvasiven Blutdrucks am Bettmonitor.

In über 30 randomisierten kontrollierten Studien und über 14 Metaanalysen wurden die klinischen Vorteile der hämodynamischen Optimierung gegenüber dem herkömmlichen Volumenmanagement nachgewiesen. 16–19   Anhand zahlreicher Belege lässt sich nachweisen, dass hämodynamische Optimierung mithilfe der Perioperative Goal-Directed Therapy (Perioperative zielgerichtete Therapie, PGDT) unter Verwendung dynamischer Parameter, die Informationen zur Volumenreagibilität liefern, postoperative Komplikationen nachweislich verringern kann.

Hämodynamische Weiterbildung

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Referenzen:
  1. Bubenek S, Craciun M, Miclea I, Perel A. Noninvasive continuous cardiac output by the Nexfin before and after preload-modifying maneuvers: a comparison with intermittent thermodilution cardiac output. Anesthesia & Analgesia 2013; 117(2):366-72.
  2. Maguire S, Rinehart J, Vakharia S, Cannesson M. Respiratory variation in pulse pressure and plethysmographic waveforms: Intraoperative applicability in a north American academic center. Anesthesia & Analgesia 2011; 112: 94-96
  3. Martina J. Noninvasive continuous arterial blood pressure monitoring with NexFin. Anesthesiology 2012; 116: 1-12.
  4. Broch O, A comparison of the Nexfin and transcardiopulmonary thermodilution to estimate cardiac output during coronary artery surgery. Anesthesia 2012; 1-7.
  5. Truijen J, Lieshout J, Wesselink W, Westerhof B. Noninvasive continuous hemodynamic monitoring 2011. Journal of Clinical Monitoring and Computation; 4: 267-78.
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  7. Michard F, Rational fluid management: dissecting facts from fiction 2012. British Journal of Anesthesia 108: 369-371
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  10. Sterr J, Comparison of the continuous noninvasive Nexfin monitoring system with conventional invasive methods to measure arterial blood pressure in high risk hip surgery. European Journal of Anesthesiology 2013;30: 35
  11. Chen G, Comparison of noninvasive cardiac output measurements using the Nexfin monitoring device and the esophageal Doppler. Journal of Clinical Anesthesia 2012; 24: 275-283
  12. Van der Spoel AG, Comparison of noninvasive continuous arterial waveform analysis (Nexfin) with transthoracic Doppler echocardiography for monitoring of cardiac output. Journal of Clinical Anesthesia 2012; 24: 304-309.
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  22. Eeftinck D.  Nexfin noninvasive continuous blood pressure validated against riva-Rocci/Korotkoff. American Journal of Hypertension 2009; 22: 378-383
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  27. Bubenek S, Craciun M, Miclea I, Perel A.  Noninvasive continuous cardiac output by the Nexfin before and after preload-modifying maneuvers: a comparison with intermittent thermodilution cardiac output.  Anesthesia & Analgesia  2013; 117(2):366-72.
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  31. Monnet X, The estimation of cardiac output by the Nexfin device is of poor reliability for tracking the effects of a fluid challenge. Critical Care 2012; 16:R212
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Für den professionellen Gebrauch

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